2. Eishockey Bundesliga

Die Blue Devils Weiden in der 2. Eishockey Bundesliga
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Am Ende der letzten Saison hatte der Trainer Hans Schulz aus gesundheitlichen Gründen seinen Vertrag nicht mehr verlängert. Sein Nachfolger wurde Wilbert Duszenko, der vom EC Stuttgart kam. Die beiden Russen Agejkin und Chipitsyn hatten bereits Mitte der Vorsaison ihre Verträge um zwei Jahre verlängert und auch der Rest der Mannschaft blieb zum Großteil. In der Verteidigung verließ Alwin Wever den Verein in Richtung Dortmund und auch Peter Roedger ging in seine Heimat Kanada zurück. Dafür wurde die Abwehr mit Anton "Ivan" Doll verstärkt, einen kampfstarken, erfahrenen Verteidiger, der jahrelang in Bayreuth tätig war. Dazu kamen die jungen Alexander Becker aus Ravensburg und Marco Zimmermann aus Bayreuth. Im Sturm suchten sich Mike Morin, Thomas Pokorny und Andreas Frystacki andere Vereine. Dafür wurde Horst Bärnreuther, ebenfalls aus Bayreuth und Ales Volek aus Memmingen verpflichtet. Im Tor stand Dietmar Habnitt, ein sehr erfahrener Torwart, der auch lange Jahre in Bayreuth seinen Mann gestanden hat. Grundsätzlich hat der EV in diesem Jahr vom Konkurs in Bayreuth profitiert und hat sehr viele Spieler aus der Nachbarstadt verpflichtet.

Horst Bärnreuther, Josef Preuß, Oliver Hecht und Christian Martin beim Jubeln

Die Saison begann eigentlich recht vielversprechend. Man sah ein eher defensiv eingestelltes Team, das vor allem durch den Kampfgeist überzeugen sollte. Die Heimspiele wurden meist knapp gewonnen, auch durch die überragenden Leistungen von Torwart Habnitt. Auswärts jedoch sollte nicht viel gelingen. Auch die Leistungen der beiden Russen Agejkin und Chipitsyn ließen öfter zu Wünschen übrig, da sie gerade im kämpferischen Bereich Defizite vorzuweisen hatten. Man spielte die ganze Vorrunde immer um Platz 8 oder knapp darunter mit. Kurz vor Ende der Vorrunde verletzte sich Juri Chipitsyn schwer und der EV verpflichtete dafür Ron Chyzowski. Zu dieser Zeit streikte die NHL in Nordamerika und überraschend wurde noch Dennis Holland verpflichtet, der wie eine Granate einschlug. Er spielte mit seinen Gegnern Katz und Maus und verstand sich mit Chyzowski nahezu blind. Die Zwei ergänzte Lubos Thür ideal und so kletterte und deren Mithilfe Weiden wieder auf Platz 8. Vor den letzten beiden Vorrundenspielen lag man auf Rang 8 und mußte eigentlich beide Spiele gewinnen. Dem Druck schien der EV nicht gewachsen und man verlor sang-und klanglos beim Heilbronner EC. Deggendorf zog am EVW vorbei auf Platz 8, und so mußte die Weidener das letzte Spiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter SC Riessersee unbedingt gewinnen und dabei auf Schützenhilfe des EHC Straubing hoffen, die den Deggendorfer EC empfingen. Straubing schlug Deggendorf 6:0, und der EV Weiden schlug vor 2500 Weidener Zuschauern den SC Riessersee mit 4:3 in einem legendären Spiel. Der neuformierte erste Block erzielte alle 4 Tore und man war im 2. Drittel 4:1 vorne, ehe der SC Riessersee Gas gab und auf 3:4 herankam. Die letzten Zehn Minuten entwickelten sich zum Krimi und die 2500 Zuschauer verwandelten das Stadion in einen Hexenkessel. Nach einem aufopferungsvollen Kampf konnte man schließlich die Oberhand behalten und in die Meisterrunde einziehen, und zwar mit 123:108 Toren und 34:26 Punkten.

Dort traf man bereits im ersten Spiel wieder auf die Mannschaft aus Riessersee, die man abermals mit 5:4 nach Hause schickte. Nach dem Spiel wurde bekannt, das Holland wieder nach Kanada mußte, da der Streik in der NHL beendet wurde. Agejkin lief fortan für ihn auf. Die Meisterrunde konnte man auch erfolgreich gestalten und man landete auf Rang 4.

In der ersten Play-Off Runde ging es gehen den EC Wolfsburg, dieser überraschte den EV und gewann in Weiden und konnte dann auch in Wolfsburg knapp gewinnen. Somit war der EV Weiden nach einer guten Saison in der 1. Runde ausgeschieden.

Zuschauer kamen 43712, im Schnitt 1900. Erstmals mußte ein Rückgang verzeichnet werden.


 

 

Sp.

GT

KT

Diff.

Punkte

1

SC Riessersee

30

160

108

52

43:17

2

Heilbronner EC

30

178

110

68

42:18

3

EC Bad Tölz

30

161

116

45

40:20

4

EHC Freiburg

30

153

101

52

39:21

5

TSV Erding

30

146

109

37

38:22

6

EHC Straubing

30

150

122

28

38:22

7

1.EV Weiden

30

123

108

15

34:26

8

EV Landsberg

30

131

139

-8

34:26

9

Deggendorfer EC

30

149

128

21

33:27

10

EHC Klostersee

30

134

128

6

33:27

11

EC Peiting

30

129

146

-17

27:33

12

EV Füssen

30

125

155

-30

21:39

13

ERC Selb

30

115

164

-49

20:40

14

TuS Geretsried

30

91

163

-72

16:44

15

TSV Peissenberg

30

107

177

-70

15:45

16

TEV Miesbach

30

108

186

-78

7:53

 

 

 

Sp.

GT

KT

Diff.

Punkte

1

SC Riessersee

14

81

46

35

21:7

2

EC Bad Tölz

14

58

42

16

17:11

3

Heilbronner EC

14

85

61

24

16:12

4

1.EV Weiden

14

59

61

-2

14:14

5

EHC Straubing

14

51

68

-17

12:16

6

EHC Freiburg

14

46

57

-11

11:17

7

EV Landsberg

14

48

72

-24

11:17

8

TSV Erding

14

55

76

-21

10:18

 
Play-Off-Spiele gegen die Vereine der 1.Liga Nord Achtelfinale
1.EV Weiden - EC Wolfsburg 5:7
EC Wolfsburg - 1.EV Weiden 4:2

Weiden damit im Achtelfinale ausgeschieden