2. Eishockey Bundesliga

Die Blue Devils Weiden in der 2. Eishockey Bundesliga
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> History 1995/1996 <  

 

 

 

Der EV Weiden spielte fortan in der Hacker-Pschorr-Liga, die sich ja eine Klasse unter der DEL befand. Als Trainer wurde Steven Polgar (Bild rechts) präsentiert, der aus Zell am See nach Weiden kam. Die Ausländerplätze waren überraschend und nicht für jeden Fan nachvollziehb ar wieder mit dem Duo Agejkin/Chipitsyn besetzt, die im Jahr zuvor nicht den besten Eindruck machten, jedoch vertraglich gebunden waren. Torwart Habnitt verletzte sich in der Vorbereitung bereits schwer und Roman Zilka verließ den Verein. Dafür holte man die jüngen Nachwuchstorhüter Oliver Häusler aus Rosenheim und Thomas Wilhelm aus Neuwied, die sich im Tor abwechselten und ihre Sache alles in allem sehr gut machten. In der Verteidigung gingen Gentges, Doll, Zimmermann und Becker. Dafür kamen Frank Krause von den Eisbären Berlin, Herbert Plattner aus Trier und Michael Meixner aus Braunlage. Dirk Salinger spielte ab diesem Zeitpunkt als Verteidiger. Im Sturm verabschiedete man sich von Peschek (nach Selb), Hecht (nach Regensburg) und Frystacki, der seine aktive Karriere beendete. Dafür kamen der Garmischer Michael Raubal von den Frankfurt Lions (Bild rechts), Heiko Awizus aus Hannover und Bertil Filgis aus Erding. Nachwuchsstürmer Florian Müller aus Bayreuth wurde schon während der Vorsaison eine Chance gegeben und blieb auch in Weiden.

Die Saison begann recht ordentlich und man mischte um den Rang 10 mit, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berrechtigte ordentlich mit. Zuhause spielte man sehr erfolgreich, auswärts tat man sich sehr schwer, und so mußte man sehr hart um den achten Platz kämpfen. Mitte der Vorrunde verletzten sich Agejkin und Chipitsyn abermals und Heiko Awizus verließ auf eigenen Wusch den EV. In dieser Zeit spielte sich auch eine Tragödie ab. Herbert Plattner, der das ganze Jahr über schon mit Verletzungen zu tun hatte, verunglückte auf dem Weg zum Training tödlich. Die Mannschaft war geschockt und der Sport trat in den Hintergrund.

Danach wurde der Kanadier Craig Woodcroft und der Slowake Marcel Sakac (Bild) verpflichtet, die so stark waren , daß der EV Weiden am Ende der Runde auf den gewünschten Rang 10 landete (120:117 Tore und 28:32 Punkte). Nun spielte der EV zu Beginn der Meisterrunde unheimlich stark und gewann z.B. auswärts in Heilbronn und Selb und besiegt zuhause Bad Tölz und Erding. Teilweise war man sogar Tabellenführer der Meisterrunde, nachdem man den EHC Freiburg zuhause besiegte. Danach riß der Faden und man verlor die letzten Spiele allesamt, so daß man am Ende den 6. Platz mit 66:73 Toren und 18:18 Punkten belegte.


In den Play-Offs mußte man gegen den EC Bad Nauheim ran. Zum Auswärtsspiel in Hessen begleiteten 150 Fans den EV in drei Bussen, da eine örtliche Tageszeitung die Fansbusse sponserte und so alle Fans kostenlos nach Bad Nauheim befördert wurden. Dazu kamen noch einige EV-Fans, die den weiten Weg nach Bad Nauheim mit dem eigenen Auto zurücklegten. Das erste Spiel ging knapp verloren. Das Rückspiel, zu dem die Hessen einen Sonderzug nach Weiden eingesetzt hatten, gewann der EV verdient, mußte jedoch zwei Tage drauf beim alles entscheidenden Match in Bad Nauheim eine Niederlage einstecken und war somit wieder in der 1. Runde der Playoffs ausgeschieden.

Zu den Heimspielen dieser Saison fanden sich 49743 Fans ein. Dies ergab einen Schnitt von 1989 Zuschauern.

Kollektiver Jubeltanz auf dem Eis nach dem Heimsieg gegen den EHC Freiburg, der die zwischenzeitliche Tabellenführung in der Meisterrunde der Hacker-Pschorr-Liga bedeutete. Die Eiskunstlaufabteilung erblaßte vor Neid!

 

 

Sp.

GT

KT

Diff.

Punkte

1

EC Bad Tölz

30

166

94

72

45:15

2

TSV Erding

30

139

72

67

45:15

3

Heilbronner EC

30

149

87

62

42:18

4

ERC Selb

30

153

116

37

42:18

5

EHC Freiburg

30

150

102

48

40:20

6

EHC Straubing

30

138

118

20

37:23

7

EV Landsberg

30

149

123

26

35:25

8

EHC Klostersee

30

157

139

18

31:29

9

EC Peiting

30

109

110

-1

31:29

10

1.EV Weiden

30

120

117

3

28:32

11

Deggendorfer EC

30

115

110

5

26:34

12

TuS Geretsried

30

102

158

-56

21:39

13

ETC Crimmitschau

30

112

161

-49

20:40

14

TSV Peissenberg

30

96

169

-73

15:45

15

EV Füssen

30

93

182

-89

13:47

16

TEV Miesbach

30

93

183

-90

9:51

 

 

 

Sp.

GT

KT

Diff.

Punkte

1

Heilbronner EC

18

102

61

41

26:10

2

EHC Freiburg

18

94

78

16

24:12

3

EC Bad Tölz

18

93

73

20

22:14

4

EV Landsberg

18

66

63

3

21:15

5

TSV Erding

18

65

55

10

19:17

6

1.EV Weiden

18

66

73

-7

18:18

7

EHC Straubing

18

70

78

-8

16:20

8

EHC Klostersee

18

52

78

-26

13:23

9

ERC Selb

18

69

99

-30

11:25

10

EC Peiting

18

59

78

-19

10:26

 
Übrigens qualifizierten sich die Selber Wölfe nicht für die Play-Off-Spiele, da sie ihr letztes Heimspiel verloren und die nötigen 2 Punkte nicht einfahren konnten. Damals war in Selb der Schock recht groß, denn der Gegner in diesem letzten Heimspiel war just der EV Weiden, für den es eigentlich um nichts mehr ging und der dieses Derby aber dennoch für sich entschieden hat.

Achtelfinale
EC Bad Nauheim - 1,EV Weiden 5:1
1.EV Weiden - EC Bad Nauheim 5:2
EC Bad Nauheim - 1.EV Weiden 5:3

Weiden damit in der 1.Runde ausgeschieden